bedeutet, entweder nur mit den Eltern oder nur mit dem Kind zu arbeiten, aber nicht direkt an seinem Stottern. Gerade in der Frühphase des Stotterns kann es sinnvoll sein, das Kind nicht sofort mit seinem "Defekt" zu konfrontieren, sondern eventuell Spielstunden gemeinsam mit den Eltern oder nur mit dem Therapeuten durchzuführen. Es wird nicht an der Sprechweise des Kindes, sondern an den Grundlagen für ein angstfreies, ruhiges Sprechen gearbeitet. Dazu gehören Sprach- und Bewegungsspiele, die den Spaß am Sprechen fördern, Entspannungsgeschichten, Rollenspiele und Dialogübungen.
Der Therapeut arbeitet mit dem Kind selbst. Es wird angeleitet, das Stottern oder das Sprechen direkt zu analysieren und zu verändern. Das kann sehr indirekt geschehen, indem z. B. dem Kind ein Modell für ein leichteres Stottern vermittelt wird. Meist wird aber in motivierenden und kindgerechten Übungen ganz bewusst das Sprechen bzw. Stottern bearbeitet. Dieser Ansatz lässt sich wiederum unterscheiden in
Fluency Shaping (Sprechflüssigkeit formen), ein Verfahren zur Bearbeitung des Sprechens mit dem Ziel, das Stottern zu eliminieren. Dieser Therapieansatz kann als moderner Nachfolger der früheren "Sprechübungsbehandlungen" angesehen werden.
Stuttering Management bzw. Stuttering Modification (Veränderung des Stotterns), ein Verfahren zur Bearbeitung des Stotterns mit dem Ziel, das Stottern flüssiger zu machen.
Kombinierte Verfahren vereinen beide Ansätze zu einem mehrdimensionalen, einzelfallorientierten Ansatz, wobei von folgenden Annahmen ausgegangen wird:
Autosuggestion / Suggestion / Autogenes Training / Positives Denken: Der Entwicklungsprozess hin zum flüssigen Sprechen wird durch mentale Vorbereitung auf das erwünschte Ziel gelenkt. Mentales Training wird auch für Kinder angeboten.
haben nicht direkt mit Sprachtherapie zu tun. Das sind unter anderem Kinesiologie, Tomatis Hörtraining, Qigong, Klangtherapie, Yoga, Bachblüten und Homöopathie.
Büchertipps - Therapieratgeber
www.StotterTherapieRatgeber.de
"Ein unabhängiger, unparteiischer Therapieratgeber für erwachsene Stotternde, geschrieben von einem Patienten für Patienten, ohne kommerzielle Eigeninteressen."
Sprachheilpädagogik.de - Grundlagen der Therapie
Patientenleitlinie "Stottern und Poltern"
der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP)