Sprechunflüssigkeiten gehören zur normalen Sprachentwicklung jedes Kindes. Das können zum Beispiel Wiederholungen von Wortteilen und Silben, Dehnungen oder Einschübe sein. Kennzeichnend für normale Unflüssigkeiten ist, dass sie ohne Anzeichen von Anstrengung und mit normalem Stimm- und Atemfluss gesprochen werden.
Wenn dieses "Entwicklungsstottern" in eine chronische Redeflusstörung übergeht, kommen meist Blockaden im Sprechfluss dazu, auch Mitbewegungen im Kopfbereich (z.B. die Lippen zusammenpressen) oder von anderen Körperteilen (z.B. mit dem Fuß aufstampfen). Das ist ein Zeichen dafür, dass das Kind mit Kraftanstrengung versucht, gegen die Unflüssigkeiten anzukämpfen, hier ist meist auch schon ein Störungsbewusstsein vorhanden.
Wenn die Eltern von den Sprechunflüssigkeiten ihres Kindes verunsichert sind, können Sie als Arzt/Ärztin den Eltern empfehlen, die Unflüssigkeiten bei einer Logopädin/einem Logopäden mit Erfahrung in der Therapie stotternder Kinder abklären zu lassen. Die Logopädin/Der Logopäde kann auch Tipps geben, wie die Bezugspersonen das Kind durch richtiges Verhalten fördern können.
Erstinformation und Ratgeber für ÄrztInnen
Broschüre "Stottern im Kleinkindalter - Information für Pädiater - Version 2019
Broschüre "Frühkindliches Stottern (Informationen für KinderärztInnen)"
Infoblatt des LKH Klagenfurt - Stottern früh erkennen und früh behandeln
Leitlinien Redeflussstörungen (Pathogenese, Diagnostik und Behandlung)
der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP) - Version 2018
"Redestörungen" (Sprechstörungen) und "Sprachstörungen im Überblick"
auf Sprachheilpaedagogik.at (Österr. Gesellschaft für Sprachheilpädagogik - ÖGS)
Leitlinien Redeflussstörungen (Pathogenese, Diagnostik und Behandlung)
der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP) - Version 2018
SprachHeilWiki - Stottern bei Kindern / phasenweise Unflüssigkeiten
Informationshefte der deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik über Sprachstörungen